Gentechnikfreie Fütterung statt Gentech-Soja
Aktuell
Samstag, den 20. Juni 2009 um 00:27 Uhr

AAUmwelt-Risiken von GVO-Soja und die Chancen einer GVO-freien Futtermittelversorgung für Österreich und Europa!
NR-Abg. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang PIRKLHUBER
Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern Oberösterreich

Univ.-Dozent Dr. Antonio ANDRIOLI
Brasilianischer Agrarexperte
Kommerzialrat Karl PILSTL
Handelshaus Pilstl, Raab

Soja ist die weltweit bedeutendste Ölpflanze. Sie liegt vor Ölpalmen und Raps an der Spitze aller angebauten Ölsaaten. Mehr als die Hälfte des weltweit produzierten Pflanzenöls wird aus Sojabohnen gewonnen. Inzwischen stammen etwa siebzig Prozent der Welt-Sojaproduktion aus gentechnisch veränderten Sojabohnen.


Weltweit wurden 2008 etwa 221 Millionen Tonnen Sojabohnen geerntet. Die wichtigsten Erzeugerländer sind die USA (73 Mio. Tonnen), Brasilien (61 Mio. Tonnen) und Argentinien (46 Mio. Tonnen). Einen nennenswerten Sojaanbau gibt es noch in China, Indien und Paraguay.

In Mitteleuropa spielt der Sojaanbau aus klimatischen Gründen nur eine untergeordnete Rolle. Derzeit beträgt die Sojaproduktion in den 27 Staaten der EU etwa 750.000 Tonnen. Die Haupt-Anbauländer sind Italien, Rumänien, Frankreich, Österreich und Ungarn.

EU-Importe. Die Länder der Europäischen Union decken  nahezu ihren gesamten Bedarf an Soja aus Importen aus dem Ausland. Exportländer sind die USA, Brasilien und Argentinien. In den USA und Argentinien werden fast ausschließlich gv-Sojabohnen angebaut. Die USA exportieren hauptsächlich nach China und Mexiko, während Brasilien den größten Teil seines Anbaus in die EU exportiert. Konventionelle gentechnikfreie Sojabohnen können aus Nordbrasilien bezogen werden.

Die EU führt im Durchschnitt jährlich etwa 15 Millionen Tonnen Sojabohnen ein. Diese werden in Ölmühlen zu Futtermitteln (Sojaschrot 11,5 Mio. t) und Öl (2,7 Mio. t) verarbeitet.

Zusätzlich führt die EU Sojaschrot (Nebenprodukt aus der Verarbeitung von Soja) ein, das als Tierfutter verwendet wird. Von 1995 bis 2005 wurden im Durchschnitt 15,8 Millionen Tonnen Sojaschrot importiert. 2007 und 2008 führte die EU knapp 25 Mio. Tonnen ein.

Österreich: Österreich importierte in den vergangenen Jahren zwischen 450.000 und 550.000 Tonnen Soja-Futtermittel. Die eigene Soja-Anbaufläche in Österreich ist mit Anbau 2009 um 37 % gestiegen und liegt bei etwa 25.000 Hektar.

Dr. Antonio Inacio Andrioli:

„Ich habe eine Vergleichsstudie zwischen Biosoja und Gensoja durchgeführt. Bei Biosoja kann man sagen, es ist wirtschaftlich sinnvoller sie anzubauen, weil es möglich ist höhere Erträge und geringere Betriebskosten zu haben. Ich habe festgestellt, dass Biosoja mit 43 Prozent weniger Betriebskosten hergestellt werden kann. Diese Einsparung entsteht, weil keine Pestizide und keine chemischen Düngemittel angewendet und die Fruchtfolge und was wir in Brasilien als Allelopathie78 bezeichnen genutzt werden und Schädlinge und Krankheiten besser bekämpfen können. Dadurch hat man eigentlich ein System, in dem man billiger produzieren kann. Ich sage auch billiger, weil es nicht unbedingt arbeitsintensiver ist. Ich hab festgestellt, dass die Bauern im Durchschnitt auch nicht mehr arbeiten müssen bei der Biosoja. (…)

Ich habe versucht zu beschreiben, warum die Kleinbauern Gensoja anbauen. Die Tendenz ist, dass die meisten Kleinbauern in dieser Region mit der Sojaproduktion aufhören. Sie können nicht mehr mithalten. Die Betriebskosten werden so hoch und sie werden so stark mit technischen Problemen konfrontiert, dass sie nicht mehr zurechtkommen und ihre Erträge sinken zudem auch. Die Kontamination von Böden, die ganzen Auswirkungen auf die eigene Gesundheit sind auch ein subjektives Element. In der Familienlandwirtschaft leben die Bauern ja nicht wie die Großbauern in der Stadt und haben Angestellte auf dem Land, sondern sie sind selbst da, als arbeitende und lebende Menschen. So hat die Verschmutzung der Umwelt einen direkten Einfluss auf sie.

Der Grund, weshalb Kleinbauern in dieser Region Biosoja anbauen, ist nicht wirtschaftlicher Natur, obwohl ich festgestellt habe, dass es viel wirtschaftlicher wäre: Die meisten Bauern bauen Biosoja an wegen der Gesundheit. Sie wollen keine Pestizide mehr einsetzen und sind nicht überzeugt von dem Argument von Monsanto, dass man jetzt durch den Einsatz von einem Herbizid Herbizide generell verringern könnte. Was sich ja auch gar nicht bestätigt. Also sie wollen weg von Agrargiften, sie wollen weg von der Kontamination der Böden und sie wollen eigentlich eine andere Art des Landwirtschaftens. Das wird aber durch die Ausbreitung des Gensojas verhindert, weil keine Koexistenz zwischen Biosojaanbauern und Gensojaanbauern entsteht, außer man würde die ganzen Plantagen außen herum abtrennen mit Zuckerrohr oder anderen Pflanzen, so dass die Wahrscheinlichkeit der Kontamination durch Wasser, Sämaschinen oder Mähdrescher verringert wird. Das ist wirtschaftlich gesehen aber ein Problem, weil sie auf diesen Flächen nicht mehr anbauen können. Und die Risiken oder die Kosten der Verseuchung würden die Biosojaanbauer tragen.

Pirklhuber: Eine Offensive für eine gentechnikfreie Lebens- und Futtermittelproduktion in Österreich ist ein Gebot der Stunde – neue Gentechnik-Studien belegen die Gefahren für die Gesundheit

„Die im Jänner 2009 vorgelegte französische Studie, durchgeführt an der Universität Caen, belegt, dass die Rückstände eines Glyphosat-Herbizids, das bei den meisten auf dem Markt befindlichen Gentechnik-Lebens- und -Futtermitteln nachweisbar ist, menschlichen Zellen schaden können. Dies muss zum Anlass genommen werden, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit zu treffen und die Risikoforschung im Bereich der Agro-Gentechnik zu verstärken", fordert der Landwirtschaftssprecher der Grünen Wolfgang Pirklhuber.

Unter dem Handelsnamen „Roundup" vertreibt der Chemiekonzern Monsanto das Total-Herbizid. Das französische ForscherInnen-Team um Prof. Eric Seralini untersuchte die Wirkung von vier Herbiziden in der Zusammensetzung des Monsanto-Produktes auf unterschiedliche menschliche Zellgruppen (Ergebnisse siehe www.criigen.org). Trotz einer 100.000-fachen Verdünnung führte der Einsatz zu einem völligen Zellsterben innerhalb von 24 Stunden, er blockierte die Zellatmung und verursachte DNA-Schäden. Rückstände in dieser Konzentration sind nach EU-Gesetzgebung aber für Lebens- und Futtermittel erlaubt.

Zerstörung der Biodiversität in den Soja-Erzeugerländern

In Argentinien und kurz darauf auch in Rio Grande do Sul habe sich bereits herausgestellt, dass drei der in Sojafeldern meistverbreiteten Unkräuter gegen Glyphosat (der chemische Inhaltsstoff von Roundup) resistent geworden sind, einer der grundsätzlichen, von den Verfechtern des Einsatzes transgener Kulturen besonders herausgestellten Vorzüge – die Reduktion der Pflanzenschutzmittel –  werde in der Realität nicht eingelöst.

Folge davon sind massive Belastungen des Ernteguts und der Böden mit Glyphosat. Roundup-Applikationen während der Wachstumsperiode führen zudem zu einer verminderten Stickstoff-Fixierung. Das massiv illegal eingeschleuste transgene Saatgut (sementes piratas) fungiert zudem als Türöffner für neue Schädlinge und Krankheiten.

Deutlich höhere Pestizidbelastung

Der seit 1985 geltende brasilianische Grenzwert für Glyphosat-Rückstände in Soja in Höhe von 0,2 mg/kg wurde im Zuge der Zulassung transgener Soja nach mehrjährigen Auseinandersetzungen seitens der nationalen Hygieneüberwachungs­behörde ANVISA für gentechnisch veränderte Soja auf 10 mg pro Kilo erhöht und ein Sicherheitsintervall von 56 Tagen festgelegt (Resolution 33, D.O.U. 17.2.2004). Hintergrund ist, dass die Pestizidbelastung u.a. infolge der Roundupanwendung während der Wachstumsphase bei Gensoja deutlich höher ist als bei herkömmlicher Soja.

Die Rückstandsgehalte von Glyphosat und AMPA (Aminomethylphosphorsäure, ein Abbauprodukt des Glyphosats) lagen bei Erhebungen der Überwachungsbehörde DEFIS (Departamento de Fiscalização) des Landwirtschaftsministeriums Paraná im Mittel bei 2,3 mg/kg, also zehnmal über dem für nichttransgene Soja festgesetzten Grenzwert (0,2 mg/kg).

„….sind für den menschlichen Verzehr nicht geeignet“

Im Schnitt stieg der Rückstandsgehalt zwischen 2004 und 2006 um 80 Prozent. Drei Viertel der Proben liegt über dem ehemaligen Grenzwert von 0,2 mg/kg, fünf Prozent mit Rückstandsgehalten von im Schnitt 20,8 mg/kg (bei Höchstwerten von 36 mg/kg) sogar über dem 2004 „korrigierten“ Grenzwert und sind für den menschlichen Verzehr oder als Futtermittel nicht geeignet.

Argentinische Umwelt-Juristen kämpfen für ein Verkaufsverbot von Glyphosaten

Die Financial Times vom 29. Mai des Jahres berichtete, dass argentinische Juristen nun auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen von Andre Carrasco, der nachwies, dass selbst sehr niedrige Konzentrationen von Roundup erhöhte embryonale Defekte bei Fröschen verursachte, beim Obersten Gericht eine Petition für eine sechsmonatige Verkaufssperre eingebracht haben. Schließlich sei eine Gesundheitsgefährdung von Menschen nicht auszuschließen. Medizinische Erhebungen in Gebieten, die im Einzugsbereich von GVO-Sojafeldern liegen, lassen einen Zusammenhang mit erhöhten Missbildungen nicht ausschließen.

„Der massive Ausbau der gentechnikfreien Fütterung ist ebenso ein Gebot der Stunde wie eine Informations- und Vermarktungsoffensive für gentechnikfreie Futter- und Lebensmittel", so Pirklhuber. In Österreich wurde insbesondere im Futtermittelhandel bereits ein Know-how entwickelt, gentechnikfreies Futter zu beschaffen, da einige – auch größere – österreichische Futtermittelhändler die Chancen einer gentechnikfreien Produktion erkannt haben. „Jetzt geht es darum, diese Bemühungen durch entsprechende Rahmenbedingungen zu unterstützen", fordert Pirklhuber.

Österreichische Langzeitstudie zeigte ebenfalls Auswirkungen auf die Reproduktionsrate bei einem Fütterungsversuch mit GVO-Mais

„Die im November 2008 in der AGES-Akademie präsentierte Langzeitstudie zum Einsatz eines Gentechnikmaises, der in der EU bereits als Futtermittel zugelassen ist, zeigt, wie gefährlich dieser Mais ist, da er bei den Versuchstieren (Mäusen) auf die Fruchtbarkeit und Reproduktionsrate einen statistisch signifikanten negativen Einfluss hat", erläutert Pirklhuber.

„Die bisherige Einschätzung der Grünen, dass die gentechnikfreie Fütterung zu einem Grundstandard in der österreichischen Lebensmittelwirtschaft werden muss, erhält auch durch diese Studie starken Rückenwind. „Der österreichische Forschungsansatz dieser Studie sollte im Sinne des Vorsorgeprinzips zum Grundstandard werden für die Bewertung von Gentechnikpflanzen, die als Futtermittel auf europäischer Ebene Verwendung finden. Eine europäische Risiko- und Sicherheitsbewertung bei Gentechnikpflanzen muss auf neue Beine gestellt werden", so Pirklhuber.

Nächste EU-Kommission muss Gentechnik-Futtermittel-Position radikal ändern

Der hochrangige Agrarexperte der EU-Kommission Russell Mildon hatte sogar in Aussicht gestellt, „das eklatante Proteinversorgungsproblem der Viehwirtschaft in der EU durch raschere Zulassungen der Inverkehrbringung von GVO-Futtermittelimporten entschärfen zu wollen“. Offenbar soll damit ein Signal an die Futtermittelexporteure USA, Brasilien und Argentinien gegeben und das Tor zur Gentechnik in der EU geöffnet werden. Laut American Soybean Association (ASA) stammten in den USA im Jahr 2007 95 Prozent der Sojaernte, in Argentinien 99 Prozent und in Brasilien mehr als 60 Prozent der Sojaernte aus dem Anbau von gentechnisch veränderten Sorten. Daher fordert die ASA im Gleichklang mit der EU-Futtermittelindustrie FEFAC neben schnelleren Zulassungsverfahren in der EU auch die Anhebung der Toleranzgrenze für unbeabsichtigte Verunreinigungen. „2% wären gerade praktikabel mit viel Aufwand, 5% wären realistisch“, so die Vertreter der US-Sojaproduzenten.

Grüne Forderungen für eine Weiterentwicklung der gentechnikfreien Produktion in Europa:

    * Auch Produkte von Tieren kennzeichnen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden.
    * Maßnahmen starten für ein EU-weites ausreichendes Angebot an gentechnikfreien Futtermitteln.
    * Aufbau einer europaweiten Logistik gentechnikfrei erzeugter Futtermittel.

Und in Österreich zusätzlich und sofort:

    * Als Kriterium für die Kennzeichnung von AMA-Produkten den Verzicht auf gentechnisch verändertes Futter festschreiben.
    * Ausbau der kritischen Vorsorgeforschung für gentechnikfreie Lebens- und Futtermittel.

Das Handelshaus Karl Pilstl unterstützt folgende Veranstaltung:

Zivil Courage
Freie Bauern und Bürger AG – Gegen Gentechnik

Zivil Courage wurde als AG (Arbeitsgruppe) von 40 Teilnehmern der Interessengemeinschaft „Agrar Impulse“ am 14. Januar 2006 in Halfing im Landkreis Rosenheim gegründet. Zivil Courage ist für alle offen, die zu einer positiven Veränderung beitragen wollen. Zivil Courage agiert unabhängig jeglicher politischer Vereinigung und sonstigen Verbänden oder Gruppierungen. Bei den IG-Veranstaltungen haben sich bisher einige tausend Landwirte verschiedenster Wirtschaftsweisen sowie viele Konsumenten angeschlossen. Ob konventionell, bio, intensiv oder extensiv, es gibt bei diesem Thema nur eine Landwirtschaft!
Und die ist massiv gefährdet.

Die Mitarbeit bedarf keiner Beitrittserklärung, keines Mitgliedsbeitrags oder irgendeiner sonstigen Verpflichtung. Zivil Courage finanziert sich aus sich selbst, falls notwendig durch freiwillige Zuwendungen.

Unsere Ziele:

Wir wollen mithelfen, einer breiten Basis von Landwirten und Verbrauchern Informationen und Hintergründe der Agro-Gentechnik zugänglich zu machen. Es geht darum, sich selbst über die Nachteile der Agro-Gentechnik und deren nicht mehr revidierbaren Folgen zu informieren und dieses Wissen im eigenen Umfeld weiter zu vermitteln. So werden wir auch Nicht-Landwirte erreichen, die als Verbraucher selbst massiv betroffen sind.
Wir werden bei all unseren Aktivitäten und Gesprächen darauf achten, dass sich nie jemand persönlich angegriffen fühlt, sondern stets klar wird, dass es uns ausschließlich um die Information geht – über die Gefahren der Freisetzung genmanipulierter Organismen (GMO) in unseren natürlichen Kreisläufen.

Wie können wir das erreichen?

Ein breites Basiswissen über Fakten und bisherige Aktionen bietet das Buch „Die Saat des Bösen“, es ist über die IG erhältlich.
Ebenso dokumentiert der Film „Leben ausser Kontrolle“ von Bertram Verhaag eindrücklich die bereits bestehenden dramatischen Situationen in Kanada, Indien usw. Dort kamen bereits diese trojanischen Saaten zum Einsatz und weite Teile der Landwirtschaft sind ruiniert. Außerdem wird gezeigt, wie weit der Einsatz der Genmanipulation bei Tier und Mensch fortgeschritten ist. Der Film bietet aber auch positive Ausblicke und ermuntert sicher jeden mit gesundem Menschenverstand zum couragierten Handeln. Es gibt jetzt auch eine Kurzfassung, in der „nur“ Landwirtschaft und Tierzucht behandelt werden. Der Film zeigt u.a. wie angrenzende Grundstücksnachbarn von GMO-Feldern schon im folgenden Jahr, bedingt durch die Auskreuzung der GMO in ihr Saatgut, lizenzpflichtig gegenüber den Konzernen werden können. Einen Trailer von „Leben ausser Kontrolle“ können Sie auf unserer Internetseite finden.

Vielen ist inzwischen klar geworden, dass wir dieses Thema niemandem einfach so zur Entscheidung überlassen können. Jeder von uns trägt die Verantwortung. Zivil Courage ist jeder und hat jeder.

Wir können alle couragiert handeln:

    * Wir verweigern künftig den Kauf von genmanipuliertem Futter (Info – Genfreie Fütterung ist möglich – Vortrag von Josef Feilmeier; ca. 60 Seiten über www.zivilcourage.ro als pdf zum Runterladen)
    * Wir verweigern auch künftig den Kauf von genmanipuliertem Saatgut (auch Blumen und Gemüsesamen)
    * Wir fordern unsere Berufsvertretungen und unsere Parteien auf, sich gegen die Genmanipulation bei Pflanzen und Tieren zu wenden und auch eigene Aktionen zu starten.

Innerhalb von Verbänden und Parteien finden sich immer mehr couragierte Menschen, die den GMO-Anbau und deren Risiken in ihren Gremien zum Thema machen.

    * Andere reagieren äußerst couragiert, informieren sich und die Landwirte ihrer Gemeinde und schaffen auf Anhieb Gen-Anbaufreie Zonen.
    * Firmen, die in irgendeiner Weise die Gen-Pläne der Konzerne trotz des Wissens über die Auswirkungen weiter unterstützen (z.B. Lagerhäuser, Raibas, Saatgutlieferanten, Gartencenter, Aktiengesellschaften, verschiedene Verbände etc.) werden nach Ankündigungen und Begründung nicht mehr weiter unterstützt. (Versorgung über andere GMO- (genmanipulierte Organismen) freie Kanäle, Kündigung der Konten, Austritt… usw.). Seit 31.01.06 ist NON GVO-Soja kosten-neutral über Würzburg und Nürnberg erhältlich.
    * Wenn viele hundert Bauern und Konsumenten sich konsequent und couragiert gegen die Agro-Gentechnik äußern und ihren Widerwillen durch ihr Konsumverhalten ausdrücken, werden wir flächendeckend zur Veränderung beitragen. (Wer zahlt, schafft an!)
    * Nach vielen regionalen Informationsveranstaltungen und Vorträgen haben wir größere Veranstaltungen in Stephanskirchen (Rosenheim), Niedertaufkirchen (Mühldorf), Neumarkt i.d. Opf., Hessen und Tirol organisiert und enormes Interesse bei Landwirten und Konsumenten vorgefunden.

Zivil Courage wird immer öfter als neutrale Plattform genutzt, um regional das Bewusstsein für die Problematik der grünen Gentechnik zu wecken. Diese Basisbewegung bleibt nicht ohne Erfolg und hat ein Umdenken in allen Schichten und Bereichen unterstützt.

Wir sind aber noch nicht am Ziel, deshalb gilt weiterhin der Aufruf an alle:

Informieren Sie sich selbst und unterstützen Sie das Anliegen vieler Landwirte in Ihrer Region durch Ihr Interesse und ihr Handeln, so dass die GMO-Fütterung auf NON GMO umgestellt wird. Ca. 80% der Bevölkerung lehnt Gentechnik auf ihren Tellern ab. Tun Sie das Ihrige, dass es auch in Zukunft so sein wird. Der Konsument bestimmt den Markt.

Eine Gentechnikfreie Anbau- und Fütterungszone ist eine deutliche Entscheidung in diese Richtung. Wir alle tragen die Verantwortung!

Hintergrund-Info zur Sojaproduktion

*http://ooe.gruene.at/landwirtschaft/artikel/lesen/45738/